Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Sa, 07.11.2009 - 11:00 Uhr
Übergabe der ersten Stelen für die Mauertoten

Lageplan der Mauertotenstelen
GEDENKVERANSTALTUNG

Auf Initiative des Fördervereins der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde stellt die Stiftung Berliner Mauer mit Unterstützung der Berliner Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten in einem mehrjährigen Programm an der ehemaligen Grenze, dem jetzigen Berliner Mauerweg, Informationsstelen auf. Sie erinnern an die mindestens 136 Mauertoten, die von 1961 bis 1989 an der Berliner Mauer erschossen wurden oder im Zusammenhang mit einem Fluchtversuch verunglückt sind.

Ort
an der für Horst Kullack gesetzten Stele, die sich 100 Meter nördlich der Lichtenrader Chaussee im ehemaligen Grenzstreifen befindet.

Diesen Standort sowie die Standorte der übrigen Informationsstelen finden Sie auf dem Plan nebenan.


Begrüßung
Harald Fiss, Ehrenvorsitzender des Fördervereins Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Grußworte
Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer

Frank Henkel, Fraktions- und Landesvorsitzender der CDU Berlin

Gedenkrede
Walter Momper, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin


Die ersten Stelen ehren drei Todesopfer der Berliner Mauer und ein Unfallopfer von 1990:

Horst Kullack, angeschossen am 31.12.1971 im Grenzstreifen zwischen Großziethen und Lichtenrade, nördlich der Lichtenrader Chaussee, verstorben drei Wochen später im Krankenhaus Königs Wusterhausen. Horst Kullack war Bürger von Großziethen.

Herbert Kiebler, erschossen am 27.06.1975 im Grenzstreifen zwischen Mahlow und Lichtenrade, ca. 200 m westlich der B 96. Herbert Kiebler war Bürger von Mahlow.

Eduard Wroblewski, erschossen am 26.07.1966 im Grenzstreifen zwischen Mahlow und Lichtenrade, neben der S-Bahn-Trasse in Nähe der Paplitzer Straße. Eduard Wroblewski wohnte in Zahna, nahe Lutherstadt Wittenberg.

Christoph-Manuel Bramböck, 14-jähriger Schüler, der am 31.08.1990 beim „Mauerpicken“ im Grenzstreifen zwischen Großbeeren und Lichtenrade/Marienfelde, Höhe Schichauweg tödlich verunglückte. Christoph-Manuel Bramböck wohnte in Berlin-Lichterfelde.


Anfahrt zur Veranstaltung
Bus 735, Halt Lichtenrader Chaussee (ehemaliger Grenzstreifen); Bus 175, X76, X83 bis Großziethener Straße Ecke Nahariyastraße; anschließend ca. 400 m Fußweg
Eingeschränkte Parkmöglichkeiten in der Großziethener Straße und den umliegenden Straßen