Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Do, 26.02.2009 - 19:00 Uhr
„… war ihm nicht zuzumuten, länger in der SBZ zu bleiben“

Buchcover war ihm nicht zuzumuten, länger in der SBZ zu bleiben...
BUCHPRÄSENTATION

Es sprechen:

Brigitte Lange
Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin
Die deutsch-deutsche Fluchtbewegung als Thema des Gedenkjahres 2009

Bianca Welzing-Bräutigam, Landesarchiv Berlin
Quellen zum Notaufnahmelager Marienfelde im Landesarchiv Berlin

Dr. Elke Kimmel, Autorin
Zwischen Vorbehalt und Mitgefühl: Zur Aufnahme von DDR-Flüchtlingen in der Bundesrepublik


1,35 Millionen Flüchtlinge und Übersiedler aus der DDR passierten zwischen 1953 und 1990 das Notaufnahmelager Marienfelde als „Tor zum Westen“. Auf ihrem Weg in ein neues Leben waren die Angekommenen beständig einer kritischen Bewertung durch Behörden und die Öffentlichkeit ausgesetzt. Hatte man es mit „echten“ Flüchtlingen zu tun, die politischer Druck zum Weggehen getrieben hatte – oder mit Taugenichtsen, Abenteurern und solchen, die ihren wirtschaftlichen Vorteil suchten?

Die Studie von Elke Kimmel, die im Metropol-Verlag erscheint, verdeutlicht, dass überzeugend vorzubringende gute Gründe sowohl im Notaufnahmeverfahren wie bei der Gewährung staatlicher Unterstützungsleistungen in den 1950er und 60er Jahren eine entscheidende Rolle spielten. Die Untersuchung ist aus der Auswertung von Beständen des Landesarchivs Berlin entstanden. In zahlreichen Fallbeispielen skizziert sie die Schicksale, die sich hinter den Anträgen, Eingaben und Widersprüchen verbergen.


Der Eintritt ist frei.

Foto: © METROPOL Verlag