Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Sa, 18.10.2008 - 18:00 Uhr
Reise ohne Rückkehr. DDR-Urlauber und ihre Flucht in den Westen

VORTRAG UND ZEIZEUGENGESPRÄCH

Vortrag: Andreas Stirn
Zeitzeugengespräch: Dr. Lutz Grävinghoff und Dr. Erhard Raschke

Andreas Stirn, der gerade über „Traumschiffe des Sozialismus: Die DDR-Urlauberschiffe 1958 bis 1990“ promoviert, wird diesen Abend, zu dem wir Sie herzlich einladen, mit einem Vortrag eröffnen.

Im Anschluss werden Dr. Lutz Grävinghoff und Dr. Erhard Raschke von ihrer spannenden Flucht in den Westen berichten. Beide wollten die politische Repression und vielfache Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit in der DDR nicht länger ertragen und beschlossen deshalb, dem Unrechtsstaat den Rücken zu kehren. Dr. Lutz Grävinghoff hatte seine Flucht im Juni 1966 langfristig geplant. Er sprang von Bord des DDR-Kreuzfahrtschiffes „Fritz Heckert“ und wurde von seinem bereits in der Bundesrepublik lebenden Bruder mit einem Motorboot erwartet. Dr. Erhard Raschke setzte sich im Sommer 1964 in Ungarn von seiner Reisegruppe ab und schlug sich über Jugoslawien nach Österreich durch.

Der Eintritt ist frei.