Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Mi, 02.04.2008 - 20:00 Uhr
Hans-Hendrik Grimmling liest aus seiner Biografie „die umerziehung der vögel“

LESUNG UND GESPRÄCH

Moderation: Frau Dr. Doris Müller-Toovey

Grimmlings Autobiografie erzählt das Leben eines Unangepassten: 1947 im sächsischen Zwenkau geboren, mietet er bereits mit 14 Jahren das erste eigene Atelier. In den siebziger Jahren studiert Grimmling bei Wolfgang Mattheuer in Leipzig und Gerhard Kettner in Dresden. Er schockiert mit abstürzenden Vogelmenschen und Mauerbildern, die sich der Kunstdoktrin der SED nicht fügen. Als Grimmling mit drei befreundeten Malern 1984 den legendären „1. Leipziger Herbstsalon“ – eine halblegale Ausstellung unabhängiger Künstler – organisiert, kommt es zum offenen Konflikt. Drohungen und Einschüchterungen lassen den Maler noch im gleichen Jahr einen Ausreiseantrag stellen. In seinem Buch schildert er den schwierigen Neubeginn in Westberlin, beschreibt Künstlerfreunde und Weggefährten, rekapituliert seine Erfahrungen mit dem „deutsch-deutschen Bilderstreit“ und bestimmt nachdenklich eigene künstlerische Positionen.

Hans-Hendrik Grimmling lebt als freischaffender Künstler in Berlin und lehrt seit 2001 an der Berliner Technischen Kunstschule.

Der Eintritt ist frei.