Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Sa, 21.02.2004 - 18:00 Uhr
"Ich sollte vom MfS liquidiert werden"

ZEITZEUGENBERICHT

Referent: Rudi Thurow

Rudi Thurow war Angehöriger der DDR-Grenzpolizei von 1955-1962. Am 21. Februar 1962 flüchtete er mit drei Zivilisten unter dramatischen Umständen nach West-Berlin. Nachdem er bis April 1962 im Camp King bei Oberursel/Taunus vom amerikanischen Geheimdienst befragt worden war, kehrte er nach West-Berlin zurück. Dort beteiligte sich Rudi Thurow am Bau von zwei Fluchttunneln sowie an der Ausschleusung von Flüchtlingen in präparierten Fluchtfahrzeugen. Diese Aktivitäten blieben dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR nicht lange verborgen. Im November 1963 fasste die Hauptabteilung I den Plan einer „operativen Maßnahme“ zur Liquidierung von Rudi Thurow in West-Berlin.

Der Eintritt ist frei.