Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Di, 29.11.2005 - 20:30 Uhr
Nicht nur Prag und Budapest: Die Botschaftsflüchtlinge in Warschau 1989

VORTRAG

Referent: Botschafter a.D. Dr. Johannes Bauch

Im Herbst 1989 wurde die bundesdeutsche Botschaft in Warschau – wie diejenige in Prag und in Budapest – für viele Deutsche aus der DDR zu einem Zufluchtsort: Von hier aus wollten sie ihre Ausreise in die Bundesrepublik erreichen. Hunderte drängten in das Botschaftsgebäude, wo sich die Zustände von Tag zu Tag verschlimmerten; Mitarbeiter hatten alle Hände voll zu tun, um die Situation erträglich zu gestalten. Das Schicksal der Ausreisewilligen blieb über Wochen hinweg fraglich. Erst Ende September entspannte sich die Lage. Mit Zügen, Fähren und gecharterten Flugzeugen gelangten die Flüchtlinge in die Bundesrepublik.

Dr. Johannes Bauch, damals stellvertretender Botschafter in Warschau, berichtet von seinen Eindrücken während dieser dramatischen Ereignisse im Vorfeld des Mauerfalls. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch.

Der Eintritt ist frei.