Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Do, 14.09.2006 - 18:30 Uhr
„Fahrplanmäßig" in den Westen – Die Berliner S-Bahn zwischen Blockade und Mauerbau (1948-1961)

VORTRAG

Referent: Dr. Burghard Ciesla, Historiker

Die Berlin-Blockade (1948/49) führte zur politischen Spaltung der Stadt. Die S-Bahn der Deutschen Reichsbahn blieb aber sowohl während der Berlin-Blockade als auch in der Zeit bis zum Mauerbau eine lebenswichtige „Gleis-Verbindung“ für den Alltag in der jeweils anderen Stadthälfte. Eine Fahrt mit der S-Bahn bedeutete bis zum August 1961 vieles: die Fahrt zur Arbeit, das kurzweilige Eintauchen in die Konsum- und Kulturwelt der anderen Seite oder die Flucht aus dem Osten. Für 20 Pfennige rollte die S-Bahn über alle Sektorengrenzen hinweg…

Burghard Ciesla beleuchtet in seinem Vortrag zentrale Ereignisse der Berliner S-Bahn Geschichte zwischen 1948/49 und 1961/62: den Eisenbahnerstreik im Westen Berlins 1949, den 17. Juni 1953 sowie den Mauerbau und S-Bahn Boykott 1961. Besonderes Augenmerk gilt der zentralen Rolle, die die Berliner S-Bahn bis zum Mauerbau im deutsch-deutschen Fluchtgeschehen spielte.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Deutschen Technikmuseum Berlin.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort
Deutsches Technikmuseum Berlin
Trebbiner Str. 9
D-10963 Berlin