Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Fr, 20.04.2007 - 19:30 Uhr
Fotografien von René Burri aus dem Notaufnahmelager Marienfelde

Foto: Neuankommende Flüchtlinge im Notaufnahmelager Marienfelde im Juli 1961, © René Burri/Magnum Photos
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

Am 20. April 2007 wird die neue Sonderausstellung "Im Vorzimmer des Westens - Fotografien von René Burri aus dem Notaufnahmelager Marienfelde" feierlich eröffnet.

Begrüßung:
Dr. Helge Heidemeyer, Vorsitzender des Vereins
Ekkehard Band, Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg
Es sprechen:
André Schmitz, Staatssekretär für Kultur beim Regierenden Bürgermeister von Berlin
René Burri, Magnum Photos, Paris

Die rund 20 Fotografien, die in der Ausstellung erstmals präsentiert werden, sind beeindruckende Zeitdokumente und ästhetisch von herausragender Qualität. Burri war mit seiner Kamera vor Ort, als sich im Sommer 1961 im Notaufnahmelager Marienfelde dramatische Szenen abspielten. An manchen Tagen meldeten sich mehr als 2.000 Menschen aus der DDR, die der befürchteten Abriegelung Berlins zu entkommen versuchten. René Burri dokumentierte mit ausdrucksstarken Bildern die Situation der Flüchtlinge: Seine Momentaufnahmen zeigen Menschen zwischen Bangen und Hoffen – gedrängt vor dem Eingang des Aufnahmelagers, in den kärglich ausgestatteten Quartieren des Lagers oder mit ihren wenigen Habseligkeiten erschöpft wartend.

René Burri, 1933 in Zürich geboren, gehört zu den weltweit bedeutenden Fotografen unserer Zeit. 1949 bis 1953 studierte er an der Zürcher Kunstgewerbeschule Fotografie; 1956 begann er mit seiner Arbeit für die legendäre Fotoagentur Magnum. Seine kraftvollen Bildreportagen wurden in international renommierten Magazinen wie Paris Match, Time, Life, National Geographic und Vogue veröffentlicht.

Die Ausstellung ist vom 21. April bis zum 19. August 2007 in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zu sehen.