Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Do, 03.05.2018 - 19:00 Uhr
Der „Kanal“ Bonn – Bukarest: Geheimer Freikauf der Deutschen aus Rumänien

IMPULSVORTRAG MIT PUBLIKUMSGESPRÄCH

Vor 50 Jahren begannen Geheimverhandlungen zwischen Bonn und Bukarest über die Ausreise von Deutschen aus Rumänien. Zusätzlich zu den vereinbarten ‚offiziellen‘ Kopfgeldern kassierte Rumänien Geld, das die in Deutschland lebenden Verwandten der Ausreisewilligen beschafften und nach Rumänien brachten. Ohne die Zahlung solcher Bestechungsgelder durfte in den 1980er Jahren nahezu niemand aus Rumänien ausreisen. Die Summen lagen in der Regel höher als bei den ‚offiziellen‘ deutschen Zahlungen. So wurde für einen Akademiker zuletzt 16.000 DM Bestechungsgeld gefordert, während das bilateral ausgehandelte Kopfgeld 8.950 DM betrug.

Diese Praktiken wird Ernst Meinhardt, Redakteur der Deutschen Welle, anhand langjähriger Recherchen im Vortrag und auf dem Podium darlegen.

Einführung:
Bettina Effner
, Stv. Direktorin der Stiftung Berliner Mauer
Johann Schöpf, Stv. Vorsitzender des Fördervereins Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Kurzvortrag: Ernst Meinhardt, Redakteur Deutsche Welle

Im Gespräch: Dr. Georg Herbstritt, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim BStU, mit Ernst Meinhardt
Moderation: Dr. Helge Heidemeyer, Leiter der Abteilung Bildung und Forschung beim BStU

Der Eintritt ist frei.

Einladungskarte als pdf [PDF, 1,3 MB]