Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Mi, 25.10.2017 - 19:00 Uhr
Mögliche Spione und Informanten: Geheimdienstliche Flüchtlingsbefragungen im Nachkriegsdeutschland

BUCHVORSTELLUNG UND GESPRÄCH

Schild Alliierte Sichtungsstellen

























Millionen Menschen flüchteten nach Ende des Zweiten Weltkriegs aus Osteuropa und Ostdeutschland in die von den Westalliierten besetzten Zonen und die junge Bundesrepublik. Sie mit Wohnraum, Arbeit und Lebensmitteln zu versorgen, war infolge der Kriegszerstörungen eine schwierige Aufgabe. Dass die Ankömmlinge überdies als gravierende sicherheitspolitische Herausforderung wahrgenommen wurden, war bisher eine kaum erforschte Seite ihrer Migrationsgeschichte. Keith R. Allen hat dazu 2017 eine erste umfassende Untersuchung vorgelegt, die jüngst freigegebenes Archivmaterial u.a. aus Großbritannien und den USA nutzt.

Welche Interessen verbanden anglo-amerikanische und westdeutsche Geheimdienste mit einer Befragung und Überprüfung der Geflüchteten, welche Auswirkungen hatten diese Aktivitäten auf das individuelle Schicksal der Betreffenden?
Wir laden Sie herzlich zu einer Veranstaltung ein, die diesen Fragen nachgeht:


Impulsvortrag: Dr. Keith R. Allen (Institut für Zeitgeschichte)

Diskussion: Keith R. Allen im Gespräch mit Dr. Helge Heidemeyer
(Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen)

Moderation: Dr. Bettina Greiner (Hamburger Institut für Sozialforschung)

Der Eintritt ist frei.


Einladungskarte als pdf [PDF, 170,00 KB]

Foto: © ENM - Andreas Tauber