Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Di, 16.02.2016 - 19:00 Uhr
Fahnenflucht in die Freiheit

BEGEGNUNG MIT HANS-GÜNTHER "HANSI" SCHMIDT
Weltklasse-Handballer des VfL Gummersbach (1964 bis 1976)

Zu der Veranstaltung lädt Sie der Förderverein der Erinnerungsstätte in Kooperation mit der Stiftung Berliner Mauer am Dienstag, den 16. Februar 2016 um 19.00 Uhr, herzlich ein:

Begrüßung:
Dr. Maria Nooke
, Stiftung Berliner Mauer
Johann Schöpf, Förderverein Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Einführung: Ernst Meinhardt, Deutsche Welle

Filmausschnitt „Ein Pass für Deutschland“

Gespräch mit Hans-Günther Schmidt
Moderation: Dr. Helge Heidemeyer
, Förderverein Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Am 30. November 1963 trifft Hans-Günther Schmidt in Köln eine der schwersten Entscheidungen seines Lebens. Der 21-jährige nutzt ein Handballturnier, um sich von der rumänischen Auswahlmannschaft abzusetzen und in Deutschland zu bleiben. Schmidt legt damit den Grundstein für seinen Aufstieg zu einem der besten Handballer aller Zeiten. Er weiß aber auch, dass er von nun an für sehr lange Zeit keinen Kontakt mehr zu seiner Familie haben wird. Ein rumänisches Militärgericht verurteilt ihn in Abwesenheit wegen „Fahnenflucht“. Für seine im Banat/Rumänien verbliebene Familie brechen schwere Zeiten an. Verhöre durch den gefürchteten Geheimdienst Securitate, Ächtung, Ausgrenzung, Berufsverbot. Jahrelang hat die Familie kein Einkommen mehr, lebt nur von dem, was der Hausgarten hergibt. Erst nach Intervention der Bundesregierung und nach langwierigen, schwierigen Verhandlungen mit der rumänischen Seite dürfen Schmidts Angehörige zwölf Jahre nach seiner Flucht nach Deutschland ausreisen.


Der Eintritt ist frei.

Einladungskarte als pdf [PDF, 140,00 KB]

Foto eines Gemäldes von Oliver Jordan: © Maurice Cox