Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Di, 30.06.2015 - 19:00 Uhr
Kommt die D-Mark, bleiben wir, kommt sie nicht, geh’n wir zu ihr.

VERANSTALTUNG ZUM ENDE DES NOTAUFNAHMEVERFAHRENS FÜR DDR-ÜBERSIEDLER VOR 25 JAHREN

Motiv Kommt die D-Mark
Nach dem Fall der Mauer setzte die anhaltende Übersiedlung Tausender DDR-Bürger in die Bundesrepublik Politiker in Ost und West unter Handlungsdruck. Mit der Wirtschafts- und Währungsunion vom 1. Juli 1990 sollte nicht zuletzt dieser Zustrom eingedämmt werden. Zu diesem Zeitpunkt wurde daher auch das Notaufnahmeverfahren eingestellt, das seit 1950 die Aufnahme von Flüchtlingen und Übersiedlern aus der DDR regelte. Der 30. Juni 1990 markiert eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Deutschen Einheit und einen tiefen Einschnitt für das Notaufnahmelager in Marienfelde. Dem gingen kontroverse Debatten über die Aufnahmefähigkeit der Bundesrepublik und die Motive der Übersiedler voraus.

Begrüßung: Dr. Helge Heidemeyer und Harald Fiss, Förderverein Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Szenische Lesung: Oliver Brod, Schauspieler, und Ruth Macke, Schauspielerin
Einführung: Dr. Henrik Bispinck, Förderverein Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Es diskutieren:
Stephan Bickhardt
, 1989 Mitbegründer der Bürgerbewegung „Demokratie Jetzt“
Ingrid Stahmer, damalige Berliner Sozialsenatorin
Andreas Techel, Betreuer in der Evangelischen Flüchtlingsseelsorge im Notaufnahmelager Marienfelde
Moderation: Shelly Kupferberg, rbb

In Kooperation mit dem Förderverein Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Der Eintritt ist frei.

Einladungskarte als pdf [PDF, 150,00 KB]