Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Di, 26.02.2013 - 19:00 Uhr
"Via Knast in den Westen". Das Gefängnis Kaßberg als Erinnerungsort

PODIUMSDISKUSSION

"Via Knast in den Westen" ist der Titel des jüngst erschienenen Buches zum Haftort Kaßberg in Chemnitz. Der von Nancy Aris und Clemens Heitmann herausgegebene Sammelband beleuchtet die Geschichte der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Karl-Marx-Stadt und ihre Bedeutung für den Häftlingsfreikauf in der DDR.

Auf dem Podium diskutieren der Leiter der BStU-Außenstelle Chemnitz,
Dr. Clemens Heitmann, und der Bundestagsabgeordnete Arnold Vaatz (Wahlkreis Dresden II/Bautzen II; Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion) mit Zeitzeugen: Der Künstler und Gastronom Jörg Beier war Ende der 1960er Jahre in Kaßberg inhaftiert und wurde dann in die DDR entlassen. Die Gärtnermeisterin Sabine Popp wurde als junge Frau vom MfS verhaftet, nachdem sie DDR-kritische Parolen an Straßenunterführungen gemalt hatte. Sie wurde zu 5 Jahren Haft verurteilt und später in den Westen freigekauft. Eva Prase (Chemnitzer Freie Presse) moderiert das Gespräch.

Thematisiert werden die Zukunft des ehemaligen Haftortes Kaßberg, seine Bedeutung im städtischen Gedächtnis, das Verhältnis zu anderen Erinnerungsorten sowie eine mögliche Nutzung als Gedenkstätte.

In Kooperation mit dem Verein Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e.V.


Der Eintritt ist frei.