Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Do, 21.02.2013 - 19:00 Uhr
MfS und „Ausreiser“ in den 70er und 80er Jahren

VORTRAG UND ZEITZEUGENGESPRÄCH

In einem Kurzvortrag stellt die Historikerin Dr. Renate Hürtgen die Ergebnisse ihrer Studie über das MfS und „Ausreiser“ in den 70er und 80er Jahren vor. Am Beispiel des Kreises Halberstadt spricht sie über Repression, „Rückgewinnung“ und Isolation von Ausreiseantragstellern in der DDR.

Im Anschluss diskutiert Dr. Andreas Stirn mit Frau Hürtgen sowie den Zeitzeugen Prof. Manfred Fabricius und Silvia Buhl über Hintergründe und eigene Erfahrungen. Herr Fabricius reiste aus beruflichen Gründen im März 1989 mit seiner Familie in die Bundesrepublik aus. Frau Buhl stellte mit 16 Jahren einen Ausreiseantrag und konnte 1979 über das Notaufnahmelager Marienfelde zu ihrer Familie nach West-Berlin ausreisen. Die Motive der Antragsteller, Verhöre durch das MfS sowie die Bedeutung der Ausreisebewegung bei der Erosion der DDR sind einige der Punkte, die zur Sprache kommen werden.

Der Eintritt ist frei.