Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Mi, 24.10.2012 - 19:00 Uhr
Nach der Flucht. Leben im Übergangswohnheim Marienfelder Allee

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

Begrüßung: Bettina Effner, Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Grußwort: Franz Allert, Präsident des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales
Einführung: Uta Sternal, Bereichsleiterin Internationaler Bund

Geschichte und Gegenwart begegnen sich: Wo einst Flüchtlinge und Übersiedler aus der DDR und (Spät)Aussiedler aufgenommen wurden, leben seit Dezember 2010 Flüchtlinge und Asylbewerber aus aller Welt. Sie sind nach Deutschland gekommen, um Schutz vor Verfolgung, Krieg oder Diskriminierung zu suchen; im Übergangswohnheim an der Marienfelder Allee warten sie auf die Entscheidung über ihren Asylantrag.

Um ihre Geschichten zu dokumentieren und politische Hintergründe aufzuzeigen, ergänzt die Erinnerungsstätte ihre ständige Ausstellung temporär um ein aktuelles Kapitel: In Form einer vierteiligen Reihe werden wechselnde Exponate mit einer besonderen lebensgeschichtlichen Bedeutung sowie Filmporträts präsentiert. Sie erzählen exemplarisch von den Erfahrungen verschiedener Flüchtlinge im Heimatland, ihrem Berliner Alltag und ihren Zukunftshoffnungen.

Das erste dieser Porträts ist der Familie Gedaev aus Tschetschenien gewidmet. Usman Gedaev und Luisa Muslimova wohnen mit ihren vier Kindern seit dem 11. Oktober 2011 im Übergangswohnheim; über ihren weiteren Aufenthalt ist noch nicht entschieden. Im zweimonatigen Wechsel werden anschließend die Geschichten der Familie Tello aus Syrien, der Familie Ghodoussi aus Afghanistan und von Herrn Barakizadeh aus dem Iran dokumentiert.

Bei der Veranstaltung werden auch die porträtierten Familien anwesend sein.

In Kooperation mit dem Internationalen Bund

Der Eintritt ist frei.