Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Mi, 10.10.2012 - 19:00 Uhr
"Plötzlich frei" – Biografien ehemaliger DDR-Häftlinge

ZEITZEUGENGESPRÄCH

Anlässlich der neuen erfolgreichen Sonderausstellung Freigekauft – Wege aus der DDR-Haft lädt die Erinnerungsstätte zum Zeitzeugengespräch "Plötzlich frei" - Biografien ehemaliger DDR-Häftlinge ein

An dem Podiumsgespräch nehmen drei Zeitzeugen mit unterschiedlichen Biografien teil. Allen gemeinsam ist, dass Sie aus der DDR-Haft freigekauft wurden.

Der Soziologe und Politologe Dr. Wolfgang Welsch wurde 1971 aus dem Gefängnis freigekauft. Er hatte, nach einem ersten Gefängnisaufenthalt wegen versuchter Flucht aus der DDR, einen Dokumentarfilm über seine Erfahrungen drehen wollen, wobei er erneut verhaftet wurde.
Die Schriftsetzerin Uta Franke stellte systemkritische Flugblätter her und wurde dafür zu einer Haftstrafe im Frauengefängnis Hoheneck verurteilt. 1981 wurde sie freigekauft und durfte in die BRD ausreisen.
Der nach gescheiterten Fluchtversuchen inhaftierte Ulrich Weißgerber wurde ebenfalls aus der DDR-Haft freigekauft, dann allerdings 1965 in die DDR entlassen. Ein Jahr später konnte er in die BRD ausreisen.
Das Gespräch moderiert der Historiker Jan Philipp Wölbern. Er ist Doktorand am ZZF Potsdam und befasst sich in seiner Dissertation mit dem Freikauf von politischen Häftlingen aus der DDR.

Der Eintritt ist frei.