Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Di, 31.07.2012 - 19:00 Uhr
Die West-Geheimdienste und die Flüchtlinge aus der DDR. Flüchtlinge und Spione im "goldenen Zeitalter" der westlichen Spionage (1945-1965)

VORTRAG UND EXPERTENGESPRÄCH

Ein wichtiges Feld des "Kalten Krieges" zwischen Ost und West nach 1945 war die Spionage. Dabei spielten die Flüchtlinge und Übersiedler aus der DDR eine große Rolle. Ihre Zahl stieg bis zum Mauerbau beinahe auf drei Millionen. Sie erweckten das rege Interesse der östlichen wie westlichen Geheimdienste: CIA, britischer SIS, französischer SDECE und Bundesnachrichtendienst versuchten, unter den Flüchtlingen Spione anzuwerben und sie als Informationsquelle für Geschehnisse im "Ostblock" zu nutzen. Im Notaufnahmelager Marienfelde waren deshalb alle westlichen "Dienste" vertreten. Die Staatsicherheit entsandte als Flüchtlinge getarnte Agenten in die Bundesrepublik.

Professor Paul Maddrell untersucht in seinem Vortrag die Bedeutung der DDR-Flüchtlinge für die West-Geheimdienste und diskutiert seine Ergebnisse mit dem Zeithistoriker Professor Bernd Stöver.


In Kooperation mit dem Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen


Der Eintritt ist frei.