Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Do, 23.02.2012 - 19:00 Uhr
Das Notaufnahmelager Marienfelde und die westlichen Nachrichtendienste

VORTRAG UND DISKUSSION

Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde veranstaltet 2012 die mehrteilige Reihe "Streng geheim" Marienfelde und die Nachrichtendienste. Den Auftakt bildet ein Vortrag des Geheimdienstexperten Erich Schmidt-Eenboom.

Darin gibt Erich Schmidt-Eenboom einen Überblick über die Tätigkeit westlicher Nachrichtendienste im Notaufnahmelager Marienfelde – ein wenig erforschtes Feld. Das Lager durchliefen im Kalten Krieg über eine Million DDR-Flüchtlinge. Sie mussten sich einem Überprüfungsverfahren unterziehen, in dem sie früh mit westalliierten und bundesdeutschen Nachrichtendiensten in Berührung kamen. Diese wollten nicht nur die Einschleusung von Spionen verhindern. Ein Schwerpunkt des Vortrages liegt auf der Bedeutung des Befragungswesens für die Informationsgewinnung der Dienste. Er fragt nach dessen Erträgen auf den Feldern Militär- und Wirtschaftsaufklärung und widmet sich dem nachrichtendienstlich tätigen Personal.

Die Reihe bietet weitere Veranstaltungen zu der Ausspähung des Notaufnahmelagers sowie Entführungen durch das MfS, aber auch zur Tätigkeit nichtstaatlicher Organisationen mit Nachrichtendienstcharakter.

Der Eintritt ist frei.

Foto: ENM - Ev. Flüchtlingsseelsorge