Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Di, 27.03.2012 - 19:00 Uhr
1952 - Kirchenkampf und verschärfte Repression in der DDR: Neue Notaufnahmelager in West-Berlin

KURZVORTRAG UND DISKUSSION

Die SED blies 1952 offen zum Kampf gegen die Kirchen. Betroffen war vor allem die Jugendarbeit in den Jungen Gemeinden. Wer den Gottesdienst besuchte oder sich gar konfirmieren ließ, wurde massiv unter Druck gesetzt. Auch der politische und ökonomische Kampf verschärfte sich. Er richtete sich gegen Kritiker des Ulbricht-Regimes, gegen kleine Gewerbetreibende und Bauern. Die Folge war eine erste Fluchtwelle nach West-Berlin. Hier mussten 1952 neue Notaufnahmelager eingerichtet werden. Die Aufnahme der vielen Flüchtlinge und ihre Integration erforderten enorme Anstrengungen.

Kurzvortrag:
Bettina Effner
, Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Diskussion:
Bettina Effner, Historikerin
Prof. Dr. Martin Greschat, Kirchenhistoriker
Armin Mitter, Historiker
Prof. Axel Noack, Kirchenhistoriker

Moderation:
Dr. Jacqueline Boysen
, Studienleiterin bei der Evangelischen Akademie zu Berlin

Ort:
Französische Friedrichstadtkirche
, Gendarmenmarkt 5, Berlin-Mitte

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie zu Berlin und dem Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR