Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Di, 26.10.2010 - 19:00 Uhr
Auf Biegen und Brechen - das System der Spezialkinderheime und Jugendwerkhöfe in der DDR

Geschlossener Jugendwerkhof Torgau

VORTRAG MIT BILD- UND TONDOKUMENTEN

Der einzige geschlossene Jugendwerkhof der DDR war der Jugendwerkhof Torgau, eine rigide Disziplinierungsanstalt des Unrechtsstaates, wo der Wille der dort verweilenden Jugendlichen regelrecht gebrochen wurde. Von Mai 1964 bis November 1989 wurden hierher über 4.000 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren zur „Anbahnung eines Umerziehungsprozesses“ eingewiesen, die in anderen staatlichen Erziehungseinrichtungen aufgefallen waren. Wie die staatliche Umerziehungsmaschinerie in der DDR funktionierte und welche Auswirkungen sie auf die dort traktierten Jugendlichen bis heute hat, erläutert Michael Wildt in seinem spannenden Vortrag in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde.

Der Eintritt ist frei.

Foto: Geschlossener Jugendwerkhof Torgau 1. Etage
©DIZ Torgau