Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Do, 19.08.2010 - 19:00 Uhr
„SPURENSUCHE IM MAUERLAND – Ein Grenzbetrieb am Berliner Flutgraben“

Buchcover Spurensuche im Mauerland
VORTRAG UND LESUNG

Wir laden Sie herzlich zum Vortrag und zur Lesung von Christine Brecht, Elke Kimmel und Svenja Moor aus dem Buch „SPURENSUCHE IM MAUERLAND – Ein Grenzbetrieb am Berliner Flutgraben“ ein.

Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall finden sich in Berlin nur noch wenige Spuren des DDR-Grenzregimes. Das einzige Grenzhaus, das zu DDR-Zeiten den Auf- und Ausbau der militärischen Sperranlagen überdauert hat, befindet sich am Flutgraben – dort, wo die Bezirke Treptow und Kreuzberg aufeinandertreffen. Der Verein Grenzläufte e.V. macht im Rahmen des Projektes „Grenzspuren am Flutgraben“ seit September 2009 dieses Zeugnis der jüngeren Geschichte durch eine Themenführung für Besucher zugänglich. „Spurensuche im Mauerland“ ist die begleitende Publikation zu diesem Projekt.

An der Mündung zur Spree gelegen, war das neusachliche Fabrikgebäude zu DDR-Zeiten Teil einer Reparaturwerkstatt für Omnibusse und LKWs, die durch den Mauerbau zum Grenzbetrieb wurde. Das Buch erkundet die Geschichte dieses ungewöhnlichen Mauerortes. Es dokumentiert die Spuren, die das militärische Grenzregime im Gebäude hinterlassen hat, und geht ihnen anhand von Archivquellen und Zeitzeugenberichten nach. Die Autorinnen schildern, wie der Betrieb gen Westen abgeschottet und überwacht wurde und dennoch manche Flucht gelang. Auch die Umbrüche, die der friedlichen Revolution 1989 folgten, nehmen sie in den Blick.

Der Eintritt ist frei.

Vorschaufoto: © Anke Oehme
Foto vom Buchcover: © JARON VERLAG