Foto. Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung 'Flüchtlingskinder malen' am 29. August 1953
© Landesarchiv Berlin - Willy Kiel

Sonderausstellungen

Generation 1975 | Mit 14 ins neue Deutschland

Eine Videoinstallation der Medienkünstlerin Ina Rommee und des Fotografen Stefan Krauss

Ausstellungstrailer


9 Menschen aus Ost und West, die 1975 geboren sind, reden über ihre Erfahrungen mit der Teilung, dem Mauerfall und dem Zusammenwachsen. Sie kommen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen und haben verschiedene politische Präferenzen. Sie stammen aus Brandenburg, Baden-Württemberg und beiden Teilen Berlins und haben zusammen einen breiten Schatz an Erinnerungen und Erfahrungen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie 14 Jahre alt waren, als die Mauer fiel. Sie hatten schon Erfahrungen gemacht mit dem jeweiligen politischen System und sie erlebten den Mauerfall und den Transformationsprozess als Teenager in ihrer formativen Phase. Ihre Erinnerungen an das, was vor 1989 lag, sind immer noch frisch und sie sprechen darüber, weil sie frei von Verantwortung sind, sehr unbelastet.

Aus den umfangreichen Interviews mit diesen 9 auch heute noch jungen Frauen und Männern entstand eine Videoausstellung. In der Diskussion über das Vermächtnis der Teilung und des Transformationsprozesses, in der vielfach die seit 1989 diskutierten Argumente wiederholt werden, bieten die befragten Menschen pointierte Erin-nerungen, unverbrauchte Sichtweisen und erfrischend klare Standpunkte. Dabei ordnen die Befragten ihre Erfahrungen und Lebensverläufe in den Kontext der beiden politischen Sys-teme und der insbesondere im Osten auch chaotisch erfahrenen Phase des Zusammenwach-sens ein. Daraus entstand ein vielstimmiges Bild der Vergangenheit und Gegenwart des neu-en Deutschland.

Mit den Stimmen dieser Menschen, welche den Prozess des Umbruchs und der Neufindung in ihrem privaten Umfeld hautnah miterlebten und heute in der aktivsten Phase ihres Lebens stehen, eröffnet die Videoausstellung neue Perspektiven auf die Geschichte und die Gegenwart des Landes. Denn hier sprechen Menschen, die in den öffentlichen und medialen Debatten wenig gehört werden, deren Erfahrungen jedoch den Übergang zwischen Vergan-genheit und Zukunft besser verstehen lassen. Für die heutigen Diskussionen über die Chancen, Brüche und Verluste des Zusammenwachsens von Ost und West bilden sie eine unverzichtbare Ergänzung.

zurück

Laufzeit

08.10.2020 - 15.03.2021

Eröffnung

Dienstag, 06.10.2020

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Sonntag
11.00 - 17.00 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Und das gab es in der Vergangenheit...

Ausstellungsarchiv