Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

25. August 2009

Lange Nacht der Museen in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde beteiligt sich an der 25. Langen Nacht der Museen am 29. August 2009 mit einem spannenden Programm. Im Zentrum der Langen Nacht stehen sowohl die Geschichte der Gedenkstätte, die 1993 durch den damaligen Trägerverein ins Leben gerufen wurde, als auch die neue Sonderausstellung „Mit der S-Bahn in den Westen“.

Den Abend eröffnet die Autorin und Historikerin Elke Kimmel um 18:30 Uhr mit einer Führung durch das Museum und auf das Gelände des ehemaligen Notaufnahmelagers Marienfelde. Die Gedenkstätte, die heute Teil der Stiftung Berliner Mauer ist, wurde 1993 auf Initiative von ehemaligen Flüchtlingen, Mitarbeitern des Notaufnahmelagers sowie interessierten Wissenschaftlern gegründet. Im Juni 1998 stufte der Deutsche Bundestag das Museum mit der Ausstellung „Flucht im geteilten Deutschland“ als Gedenkstätte von gesamtstaatlicher Bedeutung ein.

Neben dem Besuch der Dauerausstellung empfiehlt sich der Gang durch die neue Sonderausstellung „Mit der S-Bahn in den Westen“. Anlässlich dieser Ausstellung erinnern sich Zeitzeugen in einem Podiumsgespräch um 20:30 Uhr, wie ihnen auf ganz unterschiedliche Weise die Flucht gelang, und erzählen, was ihre Fluchtmotive waren und welche Chancen und Probleme sich bei ihrem Neuanfang in der Bundesrepublik ergaben.

Die Erinnerungsstätte freut sich, dem Publikum im Anschluss um 22:30 Uhr die Folge „Mauer & Stacheldraht“ aus der DVD-Edition „Die Berliner Mauer“ vorstellen zu können. Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls hat der RBB in Kooperation mit dem Tagesspiegel und Kulturprojekte Berlin die DVD-Edition „Die Berliner Mauer“ herausgebracht. Seit Januar erscheint jeden Monat eine DVD aus den Themenbereichen Mauerbau, Zeit der Trennung und Wiedervereinigung. Die 48 Jahre alten Originalaufnahmen der Folge "Mauer & Stacheldraht" zeigen die Atmosphäre an verschiedenen Mauerabschnitten, menschliche Schicksale und Protestmaßnahmen der West-Berliner gegen den Mauerbau im Jahr 1961.

Um 23:00 Uhr sollten sich die Besucher die Vorführung des von Dieter Bohrer 1992 hergestellten Films „S-Bahn Berlin. Wieder Grenzenlos“ nicht entgehen lassen. Der Film dokumentiert mit vielen Exklusivaufnahmen die Teilung der Stadt und den Beginn des Wiederzusammenwachsens.

Die Gedenkstätte ist bis 2:00 Uhr geöffnet.

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