Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

07. November 2008

Stiftungsrat der Stiftung Berliner Mauer konstituiert. Direktor der neugegründeten Stiftung wird der Historiker Dr. Axel Klausmeier.

In der Stiftung Berliner Mauer werden die Gedenkstätte Berliner Mauer und die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zusammengeführt. Zweck der Stiftung ist es, die Geschichte der Berliner Mauer und der Fluchtbewegungen aus der Deutschen Demokratischen Republik als Teil und Auswirkung der deutschen Teilung und des Ost-West-Konflikts im 20. Jahrhundert zu dokumentieren und zu vermitteln, sowie deren historische Orte und authentische Spuren zu bewahren und ein würdiges Gedenken der Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft zu ermöglichen. Im Stiftungsrat sind das Land Berlin, der Bund, die Fördervereine der Gedenkstätte Berliner Mauer und der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, die Evangelische Kirche und der Beirat vertreten. Die Gründung der Stiftung Berliner Mauer ist ein wichtiger Schritt zur Realisierung des Gedenkstättenkonzepts des Berliner Senats und der Erweiterung der Gedenkstätte Berliner Mauer. Für den Vorstand des Vereins Berliner Mauer erklärt dazu Pfarrer Manfred Fischer:

„Mit dieser Stiftungsgründung wird die Berliner Mauer als Symbol des Kalten Krieges und der Unmenschlichkeit des SED-Regimes nicht in Vergessenheit geraten. Das Gedenken an die Opfer der Mauer und die Teilungsgeschichte werden auch für künftige Generationen bewahrt. Die Bernauer Straße wird mit der Erweiterung der Gedenkstätte zu einem Ort erlebbarer Geschichte mit internationaler Bedeutung.“

Für die Stiftung Berliner Mauer hat sich auch ein neuer Beirat konstituiert. Zum Vorsitzenden wurde der Historiker Prof. Dr. Klaus-Dietmar Henke (Dresden) gewählt:

„Mit der Stiftung Berliner Mauer wird das bürgerschaftliche Engagement für die Erinnerung an die Mauergeschichte gesellschaftlich und wissenschaftlich fester verankert. In ehrenamtlicher Aufbauarbeit wurde begründet, was jetzt von Bund und Land auf eine institutionelle Ebene getragen wird. Die Stiftung ist die angemessene Form, um die Geschichte der Teilung Europas, Deutschlands und Berlins zu vermitteln und sie weiter wissenschaftlich aufzuarbeiten.“

Direktor der neugegründeten Stiftung Berliner Mauer wird Dr. Axel Klausmeier. Der 44jährige Historiker beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der wissenschaftlichen Erforschung der Geschichte der Berliner Mauer und ist Autor zahlreicher Publikationen u.a. zur Teilungsgeschichte Berlins. Dr. Klausmeier lehrt an der Technischen Universität Cottbus und wird seine Tätigkeit als Direktor der Stiftung Berliner Mauer offiziell am 1. Januar 2009 beginnen.
Der Vorsitzende des Fördervereins der Erinnerungsstätte Marienfelde, Dr. Helge Heidemeyer, dazu:

„Wir sind zuversichtlich, dass wir mit Herrn Dr. Klausmeier eine starke Persönlichkeit gewinnen konnten, die aus zwei wichtigen Gedenkorten eine bedeutende Stiftung entwickeln wird, die national und international große Beachtung findet.“

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