Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

14. Juli 2008

Sommerferienaktion in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Pünktlich zum Ferienbeginn startet die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde ihre Sommeraktion. Alle Schüler können während der Sommerferien kostenlos an den öffentlichen Führungen, die mittwochs und sonntags jeweils um 15:00 Uhr stattfinden, teilnehmen. Außerdem werden Ihnen die Gebühren für die Ausleihe eines Audioguides erlassen. Der Eintritt ist weiterhin für alle Besucher frei.

„Mit unserer Sommeraktion möchten wir Schüler einladen, sich auf anregende Weise auch in den Ferien mit deutsch-deutscher Geschichte zu beschäftigen. Unsere Ausstellung ist didaktisch aufgebaut. Hier können die Jugendlichen exemplarisch an einzelnen Biografien von Flüchtlingen die Unterdrückungsmechanismen des DDR-Regimes nachvollziehen. So wird die Zeit von 1949 bis zur Maueröffnung 1989 auch für diejenigen, die sie selbst nicht erlebt haben, lebendig“, bemerkt Bettina Effner, die Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde.

Rund 20 Prozent der Besucher der Gedenkstätte sind Schülergruppen mit ihren Lehrern. Bei den Jugendlichen findet die Ausstellung ein sehr positives Echo. „Die Ausstellung ist nicht nur informativ und interessant, sondern auch einfühlsam gestaltet. Vor allem die Zeitzeugeninterviews haben mir sehr gut gefallen und das Thema viel persönlicher vermittelt,“ schrieb eine Jugendliche z. B. in das Besucherbuch der Gedenkstätte.

„Flucht im geteilten Deutschland“ heißt die Dauerausstellung, die in der Erinnerungsstätte Notauf-nahmelager Marienfelde zu sehen ist. Die Ausstellung mit ihren rund 900 Exponaten auf mehr als 450 Quadratmetern ist von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

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Pressekontakt
Judith Bilger
Tel.: +49 (0)30 - 75 00 84 00
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