Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

29. April 2008

Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde begrüßt die Einrichtung der Stiftung Berliner Mauer

Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde wird gemeinsam mit der Gedenkstätte Berliner Mauer in die Stiftung Berliner Mauer eingehen. Der Trägerverein der Erinnerungsstätte, der wissenschaftliche Beirat und die Mitarbeiter haben sich klar für den Eintritt in die Landesstiftung ausgesprochen.

Die Mitgliederversammlung des Vereins hat bereits die nötigen Schritte getroffen, um den raschen und reibungslosen Übergang der Erinnerungsstätte in die Landesstiftung vorzubereiten. Seine Mitglieder sehen darin die konsequente Weiterführung des Weges, den sie bereits 1993 bei Gründung des Vereins in der Satzung vorgezeichnet haben. Sie verpflichtet die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde nämlich zur Kooperation mit anderen Gedenkstätten, die verwandte Ziele verfolgen.

Das Zusammengehen der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde mit der Gedenkstätte Berliner Mauer in die Landesstiftung ist offen konzipiert. Die Stiftung kann um andere den Themenbereich Grenze und Teilung bereichernde Orte erweitert werden und soll mit entsprechenden Orten außerhalb Berlins eng zusammenarbeiten (z. B. mit der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und dem Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth). Sie soll die Kräfte der Orte bündeln und der bislang schon engen und produktiven Kooperation neue Impulse geben. Dabei müssen jedoch die Eigenarten und speziellen Stärken herausgestellt werden, damit die in der Stiftung zusammengeführten Gedenkorte mit einem unverwechselbaren Profil erhalten und sichtbar bleiben.

Impulse erwartet sich die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde durch die Schaffung der Landesstiftung auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Am authentischen Ort, aber am Rande Berlins, fernab der Besucherströme gelegen, hat Marienfelde Probleme, als qualitätsvoller Gedenkort wahrgenommen und genutzt zu werden. Die Erinnerungsstätte hofft mit einer verstärkten Präsenz auch an anderen Orten im Rahmen der Stiftung, dieses Defizit ausgleichen zu können.

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