Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

8. Januar 2008

Presseinformation: Neue Homepage der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Zum neuen Jahr präsentiert sich die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde mit neuer Homepage. Der Internetauftritt mit insgesamt 110 Unterseiten bietet umfassende Informationen über den historischen Ort und die Ausstellungen sowie die Sammlungsbestände der Gedenkstätte. Aktuelle Veranstaltungshinweise ergänzen das Angebot.

Erstmals finden Besucher der Homepage eine umfassende Darstellung der Dauerausstellung der Erinnerungsstätte im Internet. Jedem Raum der Ausstellung ist eine eigene Seite mit Dokumenten und Fotos gewidmet. Gründe zu gehen, das Notaufnahmeverfahren, 'Feindobjekt' Marienfelde heißen zum Beispiel Rubriken, die ausführlich erläutert werden.

Auch Interessantes über Ausstellungsobjekte ist nachzulesen, etwa über das selbstgenähte Stofftier Nepomuk, in dem eine Familie 1972 bei der Ausreise ihr Barvermögen versteckte, oder über den Teddybär Bärlihupf, der als Erkennungszeichen für einen Fluchthelfer diente.

"Beim Relaunch der Homepage kam es uns auf eine sinnliche und übersichtliche Darstellung der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde an. Die Internetnutzer können sich jetzt umfassend und schnell über die Geschichte der Gedenkstätte, ihre Ausstellungen und Sammlungen informieren. Besonders wichtig sind uns auch die Jugendlichen und ihre Lehrer, denen wir unter der Rubrik Bildung eigene Seiten eingerichtet haben. Von der Begleitung durch die Ausstellung durch geschulte Referenten über das Zeitzeugengespräch bis hin zu einem Projekttag - hier finden sie Informationen zum Programm der Gedenkstätte", erläutert Bettina Effner, Leiterin der Erinnerungsstätte, die neuen Internetseiten.

Unter der Rubrik Sammlung sind Hinweise auf das Archiv von 400 Zeitzeugen abgelegt, in dem 80 Berichte in Audiodateien erfasst sind. Auch das jüngste Forschungsprojekt findet sich hier. Mehrere hundert Behördenakten, die bisher nur grob geordnet sind, werden nun von Mitarbeitern der Gedenkstätte ausgewertet. Der zeitliche Schwerpunkt der Akten liegt auf den Jahren von 1953 bis 1961 - also jenem Zeitraum, in dem die Masse der DDR-Flüchtlinge zuwanderte.

Nicht zuletzt hat die Erinnerungsstätte jetzt auch einen eigenen Pressebereich auf ihrer Homepage eingerichtet.

Pressekontakt:
Judith Bilger
Telefon: +49 (0)30 - 75 00 40 00
Telefax: +49 (0)30 - 75 44 66 34
E-Mail: j.bilger@notaufnahmelager-berlin.de