Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

28. November 2006

Pressemitteilung: Mehr als 10.000 Besucher – Reges Interesse an deutscher Zeitgeschichte

Seit der Eröffnung der neuen Dauerausstellung „Flucht im geteilten Deutschland“ haben über 10.000 Menschen die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde besucht. Die positive Resonanz bei Einzelbesuchern und Gruppen zeigt, dass das Interesse an der Geschichte der deutsch-deutschen Teilung auch nach 16 Jahren deutscher Einheit weiterhin sehr groß ist.

„Ich bin beeindruckt von der Ausstellung, die an Abschnitte und Ereignisse unserer jüngeren Geschichte erinnert, die nicht der Vergessenheit überlassen werden dürfen“ – die Worte eines Besuchers im Gästebuch der Erinnerungsstätte sind ein Beispiel für die vielen positiven Einsichten, die die Menschen aus Marienfelde mit nach Hause nehmen.

„Dass wir nicht nur Einzelschicksale beleuchten, sondern unsere Zeitzeugenexponate immer in die politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge der DDR und der Bundesrepublik einordnen, wissen unsere Besucher zu schätzen“, erläutert Bettina Effner, die Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, die Attraktivität der Einrichtung. Dr. Johannes Wolter, Leiter der Besucherdienste im Bundespresseamt und Organisator historisch-politischer Bildungsfahrten nach Berlin, hat auch aus diesem Grund die Erinnerungsstätte in das Besuchsprogramm aufgenommen: „Der Beitrag der Erinnerungsstätte bei der Vermittlung deutscher Zeitgeschichte macht sie zu einem wichtigen Programmpunkt in unserem Angebot. Viele Menschen beginnen hier über ihre eigene Biografie und die Biografien in ihrer Familie nachzudenken. So begreifen sie sich selbst als einen aktiven Teil der deutschen Zeitgeschichte.“

Neben Besuchergruppen des Bundespresseamtes kommen regelmäßig auch Schüler und ganze Klassen nach Marienfelde. Eigens für sie konzipierte museumspädagogische Programme wie zum Beispiel Zeitzeugengespräche oder Projektarbeit in den Ausstellungen bieten ihnen vielseitige Zugänge zur Geschichte der DDR und der Bundesrepublik. Sie lassen die Zeit, die die Jugendlichen selbst nicht mehr erlebt haben, lebendig werden.

Neben der Dauerausstellung mit über 900 Exponaten ist bis zum 14. Januar 2007 auch die Sonderausstellung „Flucht über Ungarn – Paneuropäisches Picknick `89“ zu sehen. Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde ist Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Öffentliche Führungen finden mittwochs und sonntags jeweils um 15.00 Uhr statt; für Gruppen können telefonisch zusätzliche Termine vereinbart werden.

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Pressekontakt:
Bettina Effner
Telefon: +49 (0)30 - 75 00 84 00
Telefax: +49 (0)30 - 75 44 66 34
E-Mail: b.effner@notaufnahmelager-berlin.de