Foto. Flüchtlinge warten vor dem Notaufnahmelager Marienfelde auf Einlass, 14. August 1961.
© DHM-Schirner

September 2012

Foto von Barbara H. mit ihrem Sohn nach ihrer Flucht 1977 in der neuen Wohnung in West-Berlin (ENM 000294)

Foto von Barbara H. mit ihrem Sohn nach ihrer Flucht 1977
Die Kinderkrankenschwester Barbara H. beschließt 1977, gemeinsam mit ihrem neunjährigen Sohn die DDR zu verlassen. Spontan plant sie mit ihrem Freund aus West-Berlin die Flucht über die Transitstrecke. Politische und berufliche Gründe sowie die Liebe lassen sie diesen Schritt gehen. In einem Waldstück nahe der Autobahn steigen Mutter und Sohn in den Kofferraum eines klapprigen Ford. Wie durch ein Wunder wird das Fluchtauto an der Grenze ohne Kontrolle durchgelassen. In West-Berlin angekommen, durchlaufen sie wie 1,4 Mio. andere Flüchtlinge das Notaufnahmelager Marienfelde. Barbara H. findet eine kleine Wohnung, aber keine Stelle, weil ihre Abschlüsse erst spät anerkannt werden. Schließlich arbeitet sie als Erzieherin in einer Kita.

Barbara H. kommt Ende der 1970er Jahre aus der DDR nach West-Berlin und lebt noch heute in dieser Stadt. Eine Geschichte von vielen: Gemeinsam mit zahlreichen anderen Geschichten über die Zuwanderung nach Berlin ist sie bis zum 28.10.2012 in einer zentralen Open-Air-Ausstellung auf dem Schlossplatz in Berlin-Mitte zu sehen. Mehr über die „Stadt der Vielfalt“ erfahren Sie hier: www.berlin.de/775/stadt-der-vielfalt/