Foto. Flüchtlinge warten vor dem Notaufnahmelager Marienfelde auf Einlass, 14. August 1961.
© DHM-Schirner

Januar 2012

Ein einzelner Manschettenknopf als Erinnerungsstück (ENM-003214)

Manschettenknopf
Das Gegenstück dieses silberfarbenen Manschettenknopfes, den ein asiatisches Schriftzeichen schmückt, ging auf der Flucht der Familie Nieske im Februar 1953 verloren.

Nach der Hochzeit von Hans und Christa Nieske 1949 bewirtschafteten die Eheleute gemeinsam einen Hof in Zernin (Mecklenburg-Vorpommern). In den 1950er Jahren begann in der DDR eine Kollektivierung der Landwirtschaft nach sowjetischem Vorbild. Unter teilweise starkem politischem Druck gaben bis 1960 die letzten bäuerlichen Familienbetriebe die eigenständige Produktion auf. Hans und Christa Nieske ließen im Februar 1953 ihren Hof und die komplette Einrichtung zurück und flüchteten mit ihrem zweijährigen Sohn in den Westen. Ihr erstes Weihnachtsfest im Westen feierte die kleine Familie zusammen mit Christas Eltern und ihrer Schwester, die bereits im Dezember 1951 geflohen waren.