Foto. Wartende Flüchtlinge vor der Neuaufnahme im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Gästebuch

Hans-Kersten Lesk | 15.08.2011 | 09:17 Uhr

Immer noch der denkwürdigste Tag meines Lebens, jede Minute eingebrannt. Am 10.04.1984 war meine Ausreise über den damaligen Strassenübergang Herleshausen. Unglaublich, ein regnerischer Tag, aber bei Ankunft an der bundesdeutschen Grenzstelle brach die Sonne durch, und mir minutenlang die Tränen, bis ich wieder lachen konnte. Die Beamten wiesen mir in freundlicher Professionalität den Weg nach Giessen. Dort lief alles trotz Überfüllung mit ebensolcher Geste ab, es waren in diesen Wochen immerhin 21.000 Menschen gekommen, 21.000 Schicksale. Am übernächsten Tag ging es weiter zu meinen lieben Verwandten nach Bayern.
Ich habe nie und nirgends nach dem 10.04.1984 das Gefühl gehabt, nicht willkommen zu sein. Danke!

Marianne Scherer geb.Freier | 24.10.2010 | 12:29 Uhr

Meine Eltern sind mit mir,damals 14-jährig, von Kyritz/Ostprignitz nach Berlin am 21 April 1961 geflüchtet. Zuerst waren wir in einer alten Schule - ich glaube am Anhalter Bahnhof? untergebracht und nach ca. 14 Tagen kamen wir nach Marienfelde.Dort war es viel schöner. Nach ca. 4 Wochen wurden wir ausgeflogen nach Wesel. Vielleicht kann sich jemand an die Familie FREIER erinnern? Für mich war das auch alles sehr aufregend und ich hatte mich schon in Berlin in einen Jungen verliebt. Leider hinterher nichts mehr gehört.

Liebe Grüße

Dirk Lahrmann | 30.09.2010 | 15:56 Uhr

1983 wurde ich als politischer Gefangener von der Bundesrepublik aus DDR-Haft freigekauft und kam ins Notaufnahmelager Gießen. Dort wurden von mir Fingerabdrücke genommen und Fotos gemacht. Die BRD hat die Stasi-Gefangenen sofort wieder kriminalisiet. Heute kann sich keine Behörde mehr daran erinnern. Kann jemand nähere Infos zu diesem Sachverhalt aus dem Jahre 1983 geben?
Danke!

Christel Becker-Kolle | 15.08.2010 | 20:56 Uhr

Meine Eltern sind mit mir (damals 8 Jahre alt) 3 Tage vor dem Mauerbau geflüchtet. Auf dem Weg nach Marienfelde schenkte mir ein Kioskverkäufer an einer S-Bahn-Station ein Micky-Maus-Heft. Ich hätte mich so gern bei ihm später nochmals bedankt. Die ersten Tage im Westen - fremd, interessant und neu und traurig - für mich noch immer unvergessen.

Klaus Friedrich | 12.08.2010 | 17:41 Uhr

i,m a former Refugee frm the GDR. Escaped in 1958. Livind since this time near Hamburg/former FRG. I,m don,t regret to escape in 1958.
Now, i,m very greatful for so many help from the former allieds especially the americans, because the get me by air to Liberty. Thank you very much.
With genuine sinserity
Klaus

Maria Matthes | 20.10.2009 | 20:13 Uhr

Maria Matthes

Meine Eltern sind mit ihren 3 Kindern (Veronika 5J., Maria 1einhalb J. und Christina ein halbes Jahr) an Weihnachten (25. 12.1955) von Potsdam mit der S-Bahn nach Westberlin geflüchtet und Gott sei Dank im Flüchtlingslager Marienfelde aufgenommen worden. Wir wurden dann nach Stade ausgeflogen. Ob sich irgendjemand an diese Familie erinnert? Gibt es vielleicht ein Bilderarchiv? Ich wäre sehr dankbar, etwas mehr zu erfahren.
Herzlich
Maria Matthes

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