Foto. Grundsteinlegung für das Notaufnahmelager Marienfeld am 30. Juli 1952: Der Senator für Sozialwesen Otto Bach beim Einlegen der Urkunde.
© Landesarchiv Berlin

Weitere Lager

Aufnahmelager Volkmarstraße

Die Zahl der Flüchtlinge war bis zum Mauerbau 1961 so groß, dass das zentrale Notaufnahmelagers in Marienfelde nur einen geringen Teil der Neuankömmlinge beherbergen konnte. Der Großteil von ihnen wurde auf zahlreiche Wohnheime und –lager in West-Berlin verteilt; bis Mitte der 1960er Jahre lassen sich von ihnen 90 nachweisen. Das größte Lager war das Hochheim des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Volkmar- und Colditzstraße, das bis 1961 existierte und in dem bis zu 4.000 Menschen untergebracht werden konnten. Neben den Übergangswohnheimen und –lagern gab es zahlreiche Notunterkünfte für abgelehnte Flüchtlinge.

Nach dem Mauerbau 1961 schloss der Berliner Senat viele Quartiere; heute sind die meisten der Lager verschwunden und vergessen.

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