Foto. Grundsteinlegung für das Notaufnahmelager Marienfeld am 30. Juli 1952: Der Senator für Sozialwesen Otto Bach beim Einlegen der Urkunde.
© Landesarchiv Berlin

Sicherheit

Warnhinweis im Notaufnahmelager

© Deutsches Historisches Museum, Berlin

Das Notaufnahmelager Marienfelde befand sich beständig im Visier der DDR-Staatssicherheit. Sie versuchte, Informanten vor Ort zu gewinnen und Druck auf die Flüchtlinge im Westen und ihre Angehörigen in der DDR auszuüben. Diese Bedrohung wirkte sich massiv auf die Organisation des Notaufnahmelagers, die Arbeit der dort Angestellten sowie das Leben seiner Bewohner aus.

Zahlreiche Maßnahmen sollten dem Schutz der Flüchtlinge und dem ihrer in der DDR zurückgebliebenen Freunden und Verwandten dienen. So warnten Schilder die Neuankömmlinge vor Spitzeln, der Zugang zum Lager war nur über bewachte Eingänge möglich, das ganze Gelände umgab ein Zaun. Besucher waren nicht erwünscht, und das Fotografieren war verboten.

Die Abgeschlossenheit des Notaufnahmelagers gab vielen Flüchtlingen eine gewisse Sicherheit, doch die Angst vor Spitzeln und Entführungen blieb und beeinflusste das Zusammenleben.

zum nächsten Eintrag