Foto. Grundsteinlegung für das Notaufnahmelager Marienfeld am 30. Juli 1952: Der Senator für Sozialwesen Otto Bach beim Einlegen der Urkunde.
© Landesarchiv Berlin

Notaufnahmeverfahren

© ENM - Ev. Flüchtlingsseelsorge

In Marienfelde sollten alle Flüchtlinge das Notaufnahmeverfahren durchlaufen. Das Verfahren dauerte in den 1950er Jahren im Schnitt 1-2 Wochen. Für die Flüchtlinge war es eine mühselige Prozedur, deren Sinn oft schwer zu durchschauen war. Aus Sicht der politischen Akteure und der Verwaltung hingegen war es ein notwendiger Vorgang, um die (bis 1961 massenhafte) Zuwanderung aus der DDR zu regulieren und die Aufnahme der Flüchtlinge politisch zu rechtfertigen.

Anders als anfangs geplant konnten erst 1955 alle am Aufnahmeverfahren beteiligten Dienststellen des Bundes, des Landes Berlin und der westlichen Alliierten auf dem Marienfelder Gelände unterkommen. Sie waren in Wohnungen beziehungsweise in zusammengelegten Wohnungen untergebracht.

Die Stationen des Notaufnahmeverfahrens

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