Foto. Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung 'Flüchtlingskinder malen' am 29. August 1953
© Landesarchiv Berlin - Willy Kiel

Jeder Mensch ein Denkmal - Jedes Leben bedenkenswert


Mit Fragen rund um die Themen Flucht und Migration haben sich Schülerinnen und Schüler einer 6. Klasse der Gustav-Heinemann-Oberschule beschäftigt. Die Ergebnisse ihrer Arbeiten zeigen sie im Rahmen des Schulprogramms der Stiftung Denkmalschutz "denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule" als Sonderausstellung in der Erinnerungsstätte.

Wie fühlen sich Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind? Wie gestaltet sich der Neuanfang in Deutschland? Fragen wie diese haben sich die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse der Gustav-Heinemann-Oberschule gestellt. Sie haben persönliche Schicksale recherchiert, sich mit der politischen Situation im geteilten Deutschland auseinandergesetzt, eigene Umfragen gestartet und Interviews in ihrem unmittelbaren Umfeld geführt. Neben den Ergebnissen ihrer Interviewbefragungen und einem von den Schülerinnen und Schülern illustrierten Buch mit Berichten von Menschen, die selbst Kinder waren bei ihrer Flucht, findet sich unter anderem eine Weltkarte in der Sonderausstellung, auf denen die Kinder Krisen- und Katastrophengebiete markiert haben, aus denen Menschen fliehen. Auch eine Audiostation mit von den Kindern eingesprochenen Gedichten über Flucht und Migration ist dabei.

Herausgekommen ist eine bunte, abwechslungsreiche Ausstellung, die die Themen Flucht und Migration aus der Sicht von Kindern beleuchtet. Ergänzt wird ihre Sicht durch 16 Karikaturen aus dem Besitz des UNO Flüchtlingshilfe. Klischees und Vorurteile gegenüber Flüchtlingen stehen hier im Vordergrund.